Atelier verloren und nun Galerie eröffnet

Aktualisiert: März 29


der Linzer Maler Lukas Johannes Aigner trotzt nicht nur einer Krise und hat sich einen Traum erfüllt


Nach fast 10 Jahren war im Herbst 2020 Schluß: Der Linzer Maler, Lukas Johannes Aigner musste sein Atelier in der Waltherstraße räumen. Das Gebäude ist verkauft und wird abgerissen. Ein moderner Wohnblock soll folgen.


„Malerei braucht ihren Ort wo sie entstehen kann. Mit der Aufkündigung wurde mir nicht nur die künstlerische, sondern auch meine wirtschaftliche Basis genommen. Ich finanziere ja das Leben ausschließlich durch meine Bilder. Die Corona-Krise verschärfte die Situation zusätzlich. Vernissagen waren dann nicht mehr möglich- es wurde richtig still um meine Kunst!

Ich konnte bis Oktober keine passende Alternative finden. So musste ich fürs Erste alle Bilder und Malutensilien in einen Keller räumen. Nach langer Suche, wurde mir dann zum Glück das Geschäftslokal in der Fiedlerstraße 4 angeboten (ehemaliger Verkaufsraum des Möbel-Designers Leopold) . Das Ambiente gegenüber dem neuen Rathaus, mit den Rundbögen, großzügigen Schaufenstern und dem Zwischenstock, hat mir schnell zugesagt. Auch die zentrale Lage in Alt-Urfahr, die Nachbarschaft zum Ars Electronica Center und dem Arte-Hotel, hat mich dann letztendlich dazu bewogen den Vertrag zu unterschreiben.“


Anfang Jänner wurde renoviert. Mit der Neubenennung in: Galerie Lukas Johannes Aigner hat sich der Künstler auch vom alten Branding „Der Kunstversorger“ verabschiedet.

Mit mehr als 140 Quadratmetern schuf er neue Ausstellungsflächen für seine Bilder und einen Arbeitsraum im oberen Bereich.

Aigner setzt dadurch der Krise zum Trotz ein Statement, das den Weg in eine neue Ära seiner künstlerischen Laufbahn einleitet. Wenn es wieder möglich ist, soll es auch-wie schon zu Kunstversorger-Zeiten-diverse Veranstaltungen in der Galerie geben.

Präsentiert werden vorerst die eigenen großformatigen Blumenstillleben, die schon eine art Markenzeichen geworden sind.



„Blumen haben einen hohen Abstraktionswert und eignen sich hervorragend, die eigene Handschrift sichtbar zu machen. Ich verzichte auf fast alles Inhaltliche. Viellieber biete ich eine Projektionsfläche an. Geschichten, Empfindungen und Verhältnisse entstehen subtil durch die Interaktion mit dem Betrachter. Die Bilder sind von Raum und Zeit gelöst und folgen keinem Trend. Sie sollen vielmehr Trost spenden und Freude bereiten.“



Gezeigt werden momentan auch die lebensgroßen Skulpturen des bekannten Linzer Bildhauers und Malers Erich Ruprecht, der heuer im Mai seinen 90. Geburtstag feiert.